Winterlager

Traurig, dramatisch, bestürzend: heute bringe ich meinen Benz ins Winterlager. Die Saison ist zu Ende. Zwar ist der Herbst noch golden, aber das schlechte kalte nasse Wetter nimmt zu, und es ist Zeit, das gute Stück für den Winter einzumotten.

Auf dem Weg ins Winterlager grüßen noch einmal mecklenburgische Alleenbäume.

Mecklenburger Alleen
Mecklenburger Alleen

Dann ist das Winterlager erreicht. Der Wagen wird rundum aufgebockt, damit die guten Reifen nicht leiden, wenn der Benz sechs Monate stillsteht. Die Batterie baue ich aus und stelle sie hoch, warm und trocken. Und dann … Abschied. Mach’s gut – bis zum nächsten Frühjahr.

Unter der Haube
Unter der Haube

Auf ins Wochenende

Aaaah, das ist meine Vorstellung von einem Wochenende: nach dem gepflegten Frühstück ins Auto springen und zum Segeln fahren. Bester Sonnenschein und genug Wind – das sollte klappen.

Wieder einmal muss der Flughafen Tempelhof, so unbelebt wie er an einem Samstag mittag ist, für ein kleines Fotoshooting herhalten.

 

 

Der Keilriemen

Auch ein Keilriemen gibt mal den Geist auf: flotte Fahrt auf der Stadtautobahn, als es mit einem Mal „Peng“ macht. Bis zur nächsten Möglichkeit zum Anhalten steigt die Kühlwassertemperatur, und es dampft lustig aus dem Motorraum.

Natürlich ist keine Perlon-Damenstrumpfhose zur Hand. Also bleibt nur, das Fahrzeug von einem Kumpel auf sein Privatgrundstück abzuschleppen und dort für ein paar Tage einzulagern, bis ein neuer Keilriemen besorgt ist.

Fündig werde ich im Spezialhandel (Walter Korge, Yorckstr. 70, Berlin-Kreuzberg). Hier wird man noch reell bedient. Ich kaufe gleich einen Ersatzriemen, der von jetzt ab immer im Kofferraum mitfährt.

Gerissener Keilriemen
Gerissener Keilriemen

 

Die Lichtmaschine

Das hat man nun davon: was als ein netter Ausflug zu einer Klausurtagung in Bad Saarow geplant war, entpuppt sich auf der Rückreise als Zwangsaufenthalt auf einem Autobahnparkplatz an der A 12. Die Lichtmaschine macht schlapp.

Also huckepack mit dem Transporter zu Mercedes nach Fürstenwalde, der Schutzbrief macht’s möglich. Eine Woche später überführe ich das Fahrzeug mit geladener Batterie und Sicherheitseskorte wieder nach Berlin und baue dort eine alte Lichtmaschine mit neuen Kohlebürsten ein.

Abtransport mit defekter Lichtmaschine
Abtransport mit defekter Lichtmaschine

Eigentlich aber auch nicht verwunderlich: mit den vermehrten Fahrten der letzten Zeit werden alle Komponenten auch einer stärkeren Belastung unterzogen. Ich vermute, dass die meisten Teile (so auch die Lichtmaschine) noch die Originalteile von 1958 sind und nie ausgetauscht wurden.